Die ausgemusterten und nicht mehr verwendbaren Seecontainer findet man immer häufiger auf New Yorker Dächern als originelle Penthousewohnung oder gestapelt als Hotels oder sogar als Ferienhäuser mit Sauna wieder. In Deutschland wurde ein Architekten-Wettbewerb für eine Autobahnkirche aus Schiffscontainern ausgeschrieben, und Shigeru Bans Nomadic Museum bedient sich der Containerbaukunst. Ein privater Geldgeber ermöglichte die Umsetzung eines Ausstellungskonzepts, das die Kunst zum Betrachter bringt: Das Ausstellungsgebäude für die Werkschau „Ashes and Snow“ des Fotografen Gregory Colbert ist transportabel, es besteht aus Schiffscontainern und Pappe. Der Bau stand für drei Monate in New York, an der nächsten Station, Santa Monica, wurde er in erweiterter Form aufgebaut.
Das Architektenduo Lot-ek aus New York kommt bei ihren Entwürfen immer wieder auf Standardcontainer als Basisstruktur zurück. Ihre Puma-City, die aus 24 Frachtcontainern besteht, reist um die Welt: Der Bau mit einer Nutzfläche von 11.000 Quadratmetern und Wasser-, Klimaanlagen- und Stromanschlüssen wird für jeden Umzug neu zerlegt und per Containerschiff weiter transportiert.
Die kostengünstigen Containerhäuser sind Bauwerke auf Zeit: Höchstens 25 Jahre Lebenserwartung hat eine Stahlkiste im Schnitt. Deshalb werden die Gebäude so geplant, dass die Container im Zweifelsfall immer problemlos ausgewechselt werden können. Außerdem sollten sie zerlegbar sein und an einer anderen Stelle wieder aufgebaut werden können.
Natürlich machen bauphysikalische Probleme wie Wärme- und Kältebrücken durch doppelte Wandbreiten und der geringe Wohnraum ein alltägliches Leben in den Containern noch schwierig. Dennoch fasziniert die flexible Bauweise viele Architekten und Planer immer mehr, und sie suchen eifrig nach bautechnischen Lösungen für die trendigen Containerkonstruktionen. Etabliert haben sie sich mittlerweile jedenfalls allemal auf dem Architektenmarkt, sogar unter Stararchitekten wie Herzog & de Meuron und Rem Koolhaas: Wohnen im Container ist heutzutage mehr als angesagt.
Weiterführende Links:
Weburbanist: 10 Clever Architectural Creations Using Cargo Containers
raspoale
2 years ago
auf jeden Fall kreativ
Franky
1 year ago
wow 25 Jahre Lebenserwartung. Sieht wirklich interessant aus. Könnt ich mir als Haus im Garten vorstellen, so eine Art Sommerhaus.
Man kann wirklich viel aus Containern machen, hätte ich nicht gedacht.
TOLL
Gabi
1 year ago
Ein Container-Verkäufer, der sich das nicht gedacht hätte?? Oder diente der Kommentar vielleicht dem Setzen eines Links? Wie auch immer, das me-magazine berichtet öfter über außergewöhnliche Container-Häuser
Franky
1 year ago
Liebe Gabi,
ich bin kein Container-VERKÄUFER:)
Und wenn ich etwas wirklic nicht gedacht hätte, dann meine ich es auch so.;)
LG Franky
Stu Savory
8 months ago
“Living in a Box” war eine in den 1980er Jahren aktive britische Popband.