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Umweltverschmutzung in China aus dem Weltraum betrachtet

Januar 18, 2013 @ No Comments
Umweltverschmutzung in China aus dem Weltraum betrachtet

 

Seit Kurzem gibt es in China, vor Allem in den industrialisierten Gebieten der grossen Städte wie Peking, die schlimmste Umweltverschmutzung der Neuzeit. Die NASA hat jetzt am 14. Januar 2013 aufgenommene hochauflösende Aufnahmen der Luftverschmutzung veröffentlicht,  wie sie aus dem Weltraum zu sehen ist.

Das mit dem Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) des NASA-Satelliten Terra aufgenommenen Bild zeigt extreme Dunstschleier, tiefhängende Wolken und Nebel über der Region Peking. In den wolkenlosen Bereichen sind Zusammenballungen von grauem und braunem Rauch zu sehen, die die Städte unter ihnen verdunkeln.

Zum Vergleich hier das Bild vom 14. Januar und eines vom 3. Januar 2013, als es noch keine oder wenig Verschmutzung gab:

zum Vergrößern auf die Bilder klicken

NASA hat auch einen Vergleich  zur Verfügung gestellt, auf dem der Unterschied sehr deutlich zu sehen ist.

Zur Luftqualität selbst schreibt die NASA:

Also at the time of the image, the air quality index (AQI) in Beijing was 341. An AQI above 300 is considered hazardous to all humans, not just those with heart or lung ailments. AQI below 50 is considered good. On January 12, the peak of the current air crisis, AQI was 775 the U.S Embassy Beijing Air Quality Monitor-off the U.S. Environmental Protection Agency scale-and PM2.5 was 886 micrograms per cubic meter.

Der höchste gemessene Wert für den besonders gefährlichen Feinstaub PM 2.5 war bei 886 Mikrogramm je Kubikmeter; ein Wert, der extrem über der laut der World Health Organization für Menschen geltenden Obergrenze von 25  Mikrogramm liegt. PM 2.5 , wie es zum Beispiel beim Verbrennen von fossilen Brennstoffen und Biomasse (Waldbrände und Agrarverbrennungen) entsteht, ist wegen seiner geringen Grösse von weniger als 2,5 Mikron (etwa ein 30stel eines Menschenhaares) besonders tückisch, da es klein genug ist, um weit in menschliche Lungen eindringen zu können.

Wenn also bereits ein AQI von über 300 und ein PM2.5 Wert von über 25 als gefährlich für alle Menschen (nicht nur für solche mit Herz- oder Lungenproblemen) angesehen werden und am 12. Januar in Peking ein Spitzen-AQI von 775  und ein PM 2.5 Wert von 886 gemessen wurden, kann man sich vorstellen, warum die chinesiche Regierung alle Bürger aufforderte, in ihren Häusern zu bleiben und die Firmen, ihre Emissionen “herunterzufahren”. Und dabei ist China noch immer auf Expansionskurs, was die Industrialisierung betrifft. Wenn jetzt nicht parallel dazu Massnahmen zur Begrenzung von Umweltverseuchungen ergriffen werden, wird es bald zu noch extremeren Werten kommen und viele Menschen werden darunter leiden oder gar sterben. Schon jetzt gibt es in den Krankenhäusern eine Zunahme von 20 bis 30 % Patienten mit Atemproblemen.

Aber die chinesische Regierung ist ja dafür bekannt, dass dem “Fortschritt” alles andere untergeordnet wird; und wenn es dann Kollateralschäden gibt, wen stört’s? China hat genug Menschen, sodass der/die Einzelne sowieso nichts wert ist.

Bildquelle: NASA

 

 

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