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Frankfurter Rundschau steht vor der Übernahme durch die FAZ

Januar 27, 2013 @ No Comments
Frankfurter Rundschau steht vor der Übernahme durch die FAZ

Die Frankfurter Rundschau hatte Ende November Insolvenz angemeldet. Eigentlich sollte die Zeitung bis zum Jahresende einen Investor gefunden haben. Der Insolvenzverwalter der Frankfurter Rundschau, Frank Schmitt, wollte so schnell wie möglich einen neuen Investor für das Traditionsblatt finden. Schon an Silvester sollte Schluss sein.

Das „Hamburger Abendblatt“ berichtete am Wochenende unter Berufung auf Verlagskreise, die FAZ wolle die insolvente Frankfurter Rundschau in abgespeckter Form als Regionalzeitung für das Rhein-Main-Gebiet fortführen. Geplant sei die Übernahme von etwa 30 Redakteuren und mehreren freien Mitarbeitern. Das ist keine sonderlich große Übernahme, denn Verlag und Druckerei haben insgesamt rund 420 Mitarbeiter.

Frankfurter Rundschau-1

Ein Sprecher des Insolvenzverwalters Frank Schmitt wollte den Bericht heute nicht bestätigen. Es gebe nach wie vor mehrere Interessenten, aber bislang kein konkretes Angebot, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters: „Wir gehen davon aus, dass es morgen eine Entscheidung gibt. Die Gläubiger müssen morgen entscheiden, ob die Zeitung fortgeführt oder eingestellt wird.“ Allerdings seien die Verhandlungen soweit gediehen, dass Schmitt nicht von einer Einstellung ausgehe. Am Mittwoch sollten die Mitarbeiter informiert werden.

Zukünftig sollen, so die Pläne der FAZ, die überregionalen Themen vom neuen Mutterhaus geliefert werden. Gedruckt werden sollte die Frankfurter Rundschau dann von der Frankfurter Societäts-Druckerei, einem Schwesterunternehmen der FAZ. Zustimmen müssten der Übernahme noch die Fazit-Stiftung als Hauptgesellschafterin der FAZ sowie die fünf FAZ-Herausgeber.

Da die SPD über eine Medienholding zu 40 Prozent an der FR beteiligt ist, will Betriebsrat Marcel zusammen mit anderen Arbeitnehmervertretern mit SPD-Chef Sigmar Gabriel über einen Sozialplan und eine mögliche Transfergesellschaft für die etwa 460 Mitarbeiter von Verlag und Druckerei sprechen. Etwas mehr als 50 Prozent liegen beim Kölner Verlag M. DuMont Schauberg und der Rest bei der Stiftung des früheren Mehrheitsgesellschafters Karl Gerold.


 

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